Sprache

machen mit. Und jetzt du …

Wir dürfen Europa nicht denen überlassen, die es abschaffen wollen. Lasst uns gemeinsam etwas für Europa tun!

1) Zeigen wir Flagge für Europa.
2) Informieren wir uns über Europa.
3) Reden wir über Europa.
4) Bringen wir Europa vor Ort.

Auf dieser Seite präsentieren wir Möglichkeiten, wie man sich für Europa engagieren kann. Doch zunächst müssen wir sichtbar sein. Wir sind viele, wir sind bunt. Und es ist unser Europa. Dein Europa. Deshalb: Lasst uns Flagge zeigen!

    Das kannst du tun:

    Europa spüren, schmecken, Europa kennenlernen, über Europa reden. Etwas für Europa tun bedeutet, Europa zu unserem Europa zu machen.

    • Durch die Brille der anderen

      Reden über „die da in Brüssel“ oder „die da oben in Brüssel“ gehören vermutlich in allen EU-Mitgliedsstaaten zum Standardrepertoire von Skeptikern und Unzufriedenen. Ich selbst habe diesen Klassiker des EU-Bashings sogar schon in einer Kleinstadt in Ostpolen gehört („Oni tam w Brukseli“). Die Perspektive umzudrehen und Europa aus den Regionen heraus zu betrachten, ist ein wesentliches Ziel von euractiv.com. Das Nachrichtenportal, das ich für das beste seiner Art halte, hat Länder- und Partnerbüros in 13 europäischen Staaten und berichtet in 12 Sprachen von unten nach oben.

      Man braucht auf der Website nur die Über-uns-Rubrik „Euractiv Network“ anzuklicken und bekommt sofort einen lebhaften Eindruck, welche Vielfalt hier Ausdruck findet: България, Česká republika, Deutschland, España … In meiner Arbeit als Osteuropa-Korrespondent sehe ich mir neben der deutschen und der internationalen, englischsprachigen Euractiv-Ausgabe auch regelmäßig die polnische und die tschechische Seite an oder überfliege Schlagzeilen aus Bulgarien und Rumänien. Und jedes Mal wieder bin ich verblüfft, welche Wirkung der Perspektivwechsel hat. Es dauert nicht lange, und ich beginne Europa durch eine östliche Brille zu sehen.

      Für alle, die professionell mit der EU befasst sind, ist Euractiv ein äußerst hilfreiches Instrument. Aber auch für alle anderen Nutzer hat das Portal jede Menge spannendes Material zu bieten: Nachrichten, Themendossiers, Meinungstexte, Infografiken und Videos aus nahezu allen europäischen Politikbereichen. Bleibt die Frage nach der Unabhängigkeit des Portals, das der Medienmacher Christophe Leclercq 1999 gegründet hat. Euractiv finanziert sich nach eigenen Angaben durch Unternehmenssponsoring, Werbung und über die Teilnahme an ausgeschriebenen EU-Projekten sowie durch Mitgliedsbeiträge von Verbänden, NGOs oder Parteien, die den Kanal im Gegenzug für ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Das ist grenzwertig, schadet der Qualität der Seite aber nicht.

    • Der piqd-Europakanal – piqd.de

      Piqd hat einen eigenen Kanal nur für Europa! Dort findet ihr Beiträge nach dem klassischen piqd-Prinzip: piqd-Autoren haben sich die Mühe für euch gemacht, das Netz nach spannenden Inhalten zu durchsuchen, und fassen diese in kurzen Beiträgen zusammen. Dazu gibt es noch eine eigene Einordnung des Artikels und natürlich den Link.

      Man findet auf piqd Artikel, die nicht bei der ersten Suchmaschinen-Recherche auftauchen, die es aber wert wären, dort zu erscheinen. Hier empfehlen euch keine Algorithmen Inhalte, sondern Menschen, sogenannte „Kuratoren“. „piqd“ ist ein Wortspiel mit dem englischen „hand-picked“, was so viel bedeutet wie „handverlesen“. Es gibt eine deutsche und eine englische Ausgabe.

      Mir gefällt besonders, dass hier eine Informationsquelle entstanden ist, die zwei Dinge garantiert: Relevanz und Entspanntheit. Es geht nicht um den Artikel, den die meisten Menschen gelesen haben. Es geht nicht um reißerische Überschriften, um möglichst viele Klicks zu bekommen. Es geht einfach um Inhalt, und das ganz ohne Zeit- oder Verkaufsdruck.

      Alles ist kostenlos und die Website frei von Werbung.

    • Komm her, geh‘ fort – unsere Beziehung zu Europa ist zwiespältig

      Die EU ist zu abstrakt, um sie wirklich zu begreifen. Und Europa zu groß. Uns gelingt es oft genug schon nicht, den Charakter des Dorfes drei Kilometer weiter, des Nachbarviertels oder der nächstgelegenen Stadt zu verstehen. Wir fühlen uns schnell fremd, wenn wir in eine neue Gegend kommen, andere Menschen treffen, die unsere Gewohnheiten nicht teilen. Und natürlich nimmt uns unser Alltag häufig so in Anspruch, dass uns die Muße zum neugierigen Erkunden fehlt. So bleiben wir uns zu häufig gegenseitig fremd – obwohl uns vielleicht wenig trennt, wenn man es genau betrachtet.  

      Der französisch-deutsche Fernsehsender arte baut Brücken, die uns helfen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszufinden. Besonders eindrücklich gelingt das dem Format Stadt-Land-Europa. In fünf kurzen Videos werden Einwohner zweier Kleinstädte rechts und links des Rheins porträtiert und ihre Beziehung zu Europa vorgestellt: Sie kommen aus Naila in Oberfranken und Commercy in Lothringen. Zwei Personen, jeweils eine aus jeder Stadt, erzählen, was sie mit Europa verbinden, was sie mögen und was sie sich erhoffen. Aber auch, was sie an der EU ablehnen, warum sie sich von Europa entfernen oder mit welcher Brüsseler Spezialität sie zu kämpfen haben.

      Wir treffen die Menschen da, wo sie arbeiten und leben: ungeschminkt, verschwitzt, mit Flecken auf dem Hemd. So hätten wir sie auch gut antreffen können, wären wir selbst in den Ort gefahren. Das, was sie uns und unserem Europa ins Gesicht sagen, ist ihre Wahrheit. Wir können uns daran reiben oder es gut finden – das spielt keine große Rolle. Im Mittelpunkt der Filme steht die Begegnung mit dem alltäglichen Europa. Der Vielfalt der Meinungen, Werte und Gewohnheiten.

      Durch diese wahrhaftigen Begegnungen wächst Verständnis für die Situation, in der sich andere EU-Bürger befinden. Wir können besser nachvollziehen, warum jemand so denkt, wie sie oder er denkt. Und merken: Wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Wir sind Nachbarn. Da herrscht eben nicht immer Einigkeit in allen Punkten. Und wir müssen auch nicht mit allen befreundet sein. Aber so, wie man sich den Bus oder das Zugabteil teilt, so teilt man sich auch den Heimatkontinent. Und auch, wenn man manchmal denkt: „Im Auto hätte ich meine Ruhe“ oder „In meinem Land möchte ich in Ruhe gelassen werden“ – alleine fahren bzw. leben ist teurer, riskanter und schädlicher für die Umwelt.

      Das mag eine Erkenntnis sein, die beim Anschauen der Videos entsteht. Oder man findet sie einfach nur interessant und gut gemacht. Diese Filmreihe ist übrigens nur ein kleiner Ausschnitt aus dem vielfältigen Europa-Programm von arte. Neugieriges Erkunden der Website lohnt!

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